ASG-Fellowship

1978 wurde das Austrian-Swiss-German, kurz “ASG”-Reisestipendium von Hans Mau stellvertretend für die Deutsche, Franz Endler für die Österreichische und Erwin Morscher für die Schweizerische Orthopädische Fachgesellschaft ins Leben gerufen. 1979 reiste die erste Stipendiengruppe in die anglo-amerikanischen Länder. Jeweils 2 Deutsche, ein Österreicher und ein Schweizer besuchen seither jährlich für sechs Wochen Orthopädische Zentren in Grossbritannien, Kanada und den USA. Weitere internationale Bedeutung erlangte das Fellowship durch die Aufnahme in das „Emerging Leaders Program“ der American Association of Orthopaedics (AOA) im Jahre 1984. Seit 1998 besuchen nun im jährlichen Wechsel auch amerikanische, britische und kanadische Orthopäden universitäre Zentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

Kreis der ASG-Fellows

Prof. Hans-Werner Springorum  hat nach seiner Reise im Jahre 1983 den „Kreis der ASG-Fellows“ gegründet, der sich jedes Jahr auf den Kongressen in Baden-Baden und Berlin sowie auf dem AAOS- Meeting im Frühjahr in den USA trifft. Ihm als langjährigem ASG-Sekretär verdankt der Kreis die eigene ASG-Krawatte bzw. das Halstuch und  viele launige Reden anlässlich der von ihm über die Jahrzehnte mit wachsendem Erfolg organisierten Treffen und Kontaktpflege.Dieser Freundeskreis der ASG-Fellows bietet den ehemaligen Fellows die Möglichkeit, Freundschaften zu vertiefen und zu pflegen. Der Fellowkreis ist inzwischen auf über 160 Mitglieder angewachsen. Seit 2008 hat Prof. Anke Eckardt die Funktion des ASG-Sekretärs übernommen.

Fellows

Die Auswahl der deutschsprachigen Fellows erfolgt durch Kommissionen der drei beteiligten Fachgesellschaften. Das typische Bewerberprofil schließt die Habilitation ein, ebenso Oberarztpositionserfahrung und eine Empfehlung des Klinikdirektors. Das 40. Lebensjahr sollte nicht wesentlich überschritten sein.

Das ASG (Austria-Switzerland-Germany) - Fellowship ist eine der höchsten Auszeichnungen der deutschsprachigen  orthopädischen Fachgesellschaften.

6 Wochen lang bereisen ein österreichischer, ein schweizer und zwei deutsche Orthopäden die angloamerikanischen Länder, um dort wissenschaftliche und klinisch herausragende Zentren kennenzulernen, eigene Forschungsprojekte zu präsentieren und sich mit den Kollegen in einen wissenschaftlichen und klinischen Austausch zu begeben und persönliche Kontakte zu knüpfen. Auf dem Jahreskongress der Süddeutschen Orthopäden werden im Rahmen der Wissenschaftlichen Sitzung der ASG-Fellows die neuen Fellows vorgestellt und anschließend in den Freundeskreis der Fellows anlässlich des traditionellen Spargelessens eingeführt und berichten über ihre Reise. 

Auf dem Bild die ASG-Fellows, die 2016 gewählt wurden und 2017 reisen werden anlässlich des ersten gemeinsamen Treffens in der Orthopädischen Universitätsklinik Ulm mit Prof. Heiko Reichel (Leiter der Stipendienkommission der DGOOC)  und Prof. Anke Eckardt (ASG-Sekretär).
Von links nach rechts: Björn Rath (Aachen), Gerald Gruber (Graz), Anke Eckardt, Heiko Reichel, Stefan Landgraeber (Essen), Samy Bouaicha (Zürich)

Die American Orthopaedic Association (AOA) hat seit 1998 ein Austauschstipendium ins Leben gerufen, besonderer Dank gebührt hierfür Stuart L. Weinstein, Iowa. Seither reisen in jedem 2. Jahr 2 Amerikaner, ein Engländer und ein Kanadier in universitäre Zentren der Schweiz, nach Österreich und Deutschland, um sich mit uns wissenschaftlich und klinisch auszutauschen. Die Fellows beschliessen ihre Reise mit Präsentationen während der wissenschaftlichen Sitzung des Orthopädenkongresses in Baden-Baden.

Auf dem Bild die vier angloamerikanischen ASG-Fellows 2016 Andrea Veljkovic (Kanada), Eric Edmonds (USA), Simon Mears (USA), Mathew Sewell (GB) gemeinsam mit Anke Eckardt auf ihrer Reise unterwegs in der Schweiz.